Dieter Ilg Trio

Lindenhof „da Paolo“, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Dieter Ilg: Baß
Reinhard Böhm: Piano
Patrice Héral: Schlagzeug

Jazz und Klassik. Dieter Ilg kennt beide Welten. Er wusste schon früh, dass er Jazzbassist werden wollte, studierte aber erst mal klassischen Kontrabass.
Ilg hat immer wieder mal für uns gespielt und hat uns vor drei Jahren mit seinem Verdi-Projekt Otello hingerissen. Jetzt widmete sich Ilg mit seinen großartigen Kollegen Rainer Böhm am Piano und Patrice Héral am Schlagzeug Wagners Parsifal, und wie bei Otello ist nicht nur die Fachpresse, sondern auch das Publikum einhellig begeistert. Übereinstimmend wird betont, wie spannend die intensive musikalische Auseinandersetzung ist, die diese drei Musikerpersönlichkeiten sowohl miteinander als auch mit Wagners vorgegebenen Themen und Motiven führen. Herausgekommen ist eine kühne Umdeutung des monströsen Wagner-Kosmos in Sphären, bei der die Kriterien Improvisation, Intuition und spontane Interaktion in ihrer ganzen Wirkungsbreite umgesetzt werden – und Wagner auf eine neue Art Faszination verleihen. Ilg hat Oper und Jazz auf einen Nenner zu bringen gewusst und sein Publikum in den Bann dieser Kombination gezogen. Er hat es geschafft, dass Wagner Spaß macht.

Dieter Ilg gilt als einer der weltbesten Bassisten, der nicht nur mit eigenen Gruppen, sondern auch als Sideman stark gefragt ist. Was wohl in seiner Persönlichkeit begründet liegt: im Vordergrund steht die Musik, nicht der Musiker. Sein Spiel ist selten abstrakt, sondern ausgesprochen bilderreich. Er nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise durch die innere Bilderwelt wie ein Geschichtenerzähler, der in die Mythen des Unbekannten abtaucht, um dann doch wieder in vertrautere Sphären zurückzufinden. Mit seinem 100 Jahre alten Bass reiht er wunderbar weiche Flageoletts an Obertonklänge und treibende Grooves, und sein Publikum hat es ihm immer gedankt.

Ilg weiß um die Möglichkeiten seines Instruments, und mit dem vielfach ausgezeichneten Pianisten Rainer Böhm und dem phänomenalen französischen Drummer Patrice Héral hat er die Idealbesetzung für seine ambitionierten Projekte gefunden. Beide korrespondieren perfekt mit Ilgs singendem Bass und seinem Konzept der dramatischen Verdichtung. Ilgs „Parsifal“ zeugt von der Zeitlosigkeit und Universalität dieser Musik, und ihm gelingt eine logische, kammermusikalische Umdeutung des schwierigen Materials. „Das Monumentale wird sinnlich, das Sinnliche monumental,“ sagt er selbst und beweist in jedem einzelnen Stück mit beeindruckender Virtuosität und stilistischer Variationsbreite seine unendlich scheinende Gestaltungskraft.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 10, Tel.: 0531 / 16606
– Online über eventim
– Abendkasse
– und weitere …

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Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig