Kritik zu „Dick de Graaf Special Project“

A Touch of Béla

Das nun war das letzte Konzert der Initiative Jazz-Braunschweig in diesem Jahr, wieder in den Räumen der Braunschweigschen Landessparkasse und begleitet von einer Fotoausstellung der Arbeitsgemeinschaft Fotografie mit dem sperrigen Titel „Remote Places“.

Zu Beginn gab es „Reisemusik“. Neuseeland-Inspiriertes im Piano-Saxofon-Duett. „Doubtful Sound“ hieß das Stück. In der Tat kamen Zweifel auf, aber nicht in Bezug auf Neuseeland, sondern darüber, ob diese Konzerteröffnung die richtige Stimmungslage zu schaffen geeignet war. Angestrengt und distanziert wirkte das Ganze.

Da fehlt doch was

Dann aber tauchten Schlagzeuger, Bassist und Posaunist auf und komplettierten das holländische „Dick de Graaf Special Project“ aufs angenehmste. Die musikalische Reise ging nun nach „Havanna“, ein wundervoll wehmütiges Stück, eine Art Filmmusik, die im Kopf Bilder und Erzählfetzen entstehen ließ. War es Ankunft, Abreise oder Aufenthalt? Nur – irgendetwas fehlte doch noch?
„Moving targets“ als dritter Titel, der aber keinerlei Anspielungen auf Militärisches enthielt. Stattdessen eine Hardbop-Nummer. De Graafs Tenorsaxofon im echten Coleman Hawkins-Stil, satt in den tiefen Lagen. Andrea Pozza am Klavier provoziert die Posaune mit harten Einwürfen, worauf Adrian Mears auf seinem Blasinstrument zu wahren Höhenflügen ansetzt. Das wiederum lässt sich der Pianist nicht zweimal demonstrieren. Er repliziert kraftvoll mit beeindruckenden Akkordverschiebungen und schönen Melodiefolgen. Auch Jos Machtel am Bass kommt zu seinem Recht, der Schlagzeuger Pascal Vermeer liefert perfekt das rhythmische Fundament.
Ein Tempobruch mit der Ballade „Stolen dreams“. Bei diesen langsamen Stücken kann man erkennen, wie gut ein Musiker sein Instrument technisch beherrscht. Das Quintett lässt diesbezüglich keine Zweifel aufkommen.
Den Abschluss des ersten Sets „Graffiti“ nennt de Graaf ein modernes, eine multifunktionelles Stück. Man könne danach tanzen oder sich entspannt anlehnen, nachdenken oder mitsummen. Alles sehr schön, und doch fehlt etwas.

Des Rätsels Lösung

Zu Beginn des zweiten Sets folgt dann endlich des Rätsels Lösung. Dick de Graaf teilt mit, dass leider die Sängerin, Fay Claassen, nicht mit von der Partie sein könne, weil sie kurzfristig erkrankt sei. Genau, das war es doch! Das „Braunschweig Special Project“ sollte doch eine Sängerin präsentieren. Wer darauf gewartet hatte, war sicherlich enttäuscht.
Das Quintett allerdings gab keinerlei Anlass für Frustrationen, im Gegenteil. Der Bandleader wurde als Komponist hörbar, der bei den folgenden Stücken vom Tenor- zum Sopransaxofon wechselte. „A touch of Béla“ und „Why birds always sing“ : De Graafs Bartók-Adaptionen und –Transformationen begeisterten das Publikum genauso wie seine Schubert-Impression „Via aeterna“.
Jazz greift auf „Klassik“ zurück: ob Bach., Rodrigo, Mompou – das ist keine schlechte Referenz, wie sich an diesem Abend zeigt. Wunderbare Bartóksche Melodien aus dem „Mikrokosmos“ und den „Volksliedern“ werden aufgegriffen und dem Jazzidiom anverwandelt über neue Tempi, melodische Ausweitung, Reduktionen und Verfremdungen, rhythmische Bearbeitungen. All das verwundert, fasziniert und ergreift.
Ja, und dann die Zugabe! Diese Melodie, ein Ohrwurm! Welcher Song ist das, der hier kanonartig zwischen Saxofon und Posaune leicht verschoben anklingt? Das Piano bricht die Melodie auf, der Bass holt sie freundlich zurück. Ja, natürlich, das ist „Fragile“ von Sting! Wenn das die Jazz-Polizei wüsste…

Klaus Gohlke

Dick de Graaf Special Project

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Dick de Graaf (Tenor- und Sopransaxophon)
Andrea Pozza (Piano)
Jos Machtel (Bass)
Pascal Vermeer (Schlagzeug)
Fay Claassen (Gesang)
Adrian Mears (Posaune)

Seit mehr als zwei Jahrzehnten tritt Dick de Graaf auf nationalen und internationalen Konzertbühnen auf. Dabei überzeugt er als Bandleader, Sideman, Solo-Spieler, Komponist und Arrangeur, wie die vielfältigen Publikums- und Medienreaktionen zeigen. Verblüffend ist dabei die Spannbreite seines musikalischen Ansatzes, sowohl was die jazzmusikalischen Formen und Inhalte, aber auch deren Formationen betrifft.

De Graaf kennt kein musikalisches Schubladendenken. Gleichermaßen sicher und beseelt spielt er mit New Orleans Musikern, mit Griot-Musikern aus Mali. Er überzeugt mit Straight- Ahead-Jazz amerikanischer Herkunft, Tango- oder auch Hendrix-Bearbeitungen. Ein Kompositionsauftrag für das Franz-Schubert-Festival in Basel ließ die „Schubert Impressions for Jazz Quintet“ entstehen, aufgeführt beim North Sea Jazz Festival in Den Haag 2002. Seine jüngste CD-Einspielung „Moving Target“ wiederum greift Choral- und Pianomusik-Motive Belá Bartóks auf, spielt aber auch auf jüngere Rock-Pop-Stücke an.
Um diesen breiten musikalischen Ansatz realisieren zu können, wählt de Graaf unterschiedliche Formationen: Bigband, Quartett, Quintett, Septett, aber auch die Arbeit mit ungewöhnlich besetzten Trios und Holzblasensembles.
Das führte ihn zwangsläufig im Laufe der Jahre mit ganz unterschiedlichen Musikern zusammen, etwa Chet Baker, die niederländischen Jazzstars Han Bennink, Misha Mengelberg, Jasper van’t Hof, dem Saxophonisten-Kollegen Tony Lakatos usf.
Das alles ist nicht Zeichen von Willkür und programmatischer Beliebigkeit, sondern zeugt vielmehr vom breiten musikalischen Horizont Dick de Graafs, den er jazzmusikalisch zu nutzen versteht.

„Dick de Graaf ist ein großartiger Saxophonspieler, der Beweis ist, falls man noch Beweise braucht, dass Europa die Heimat großer Jazzmusiker ist, dass die USA nicht das einzige Land sind, wo man diese finden kann. Es ist eine Schande, dass Musiker wie Dick de Graaf nicht besser bekannt sind.“ (musicweb-international 2008).

Die ZuhörerInnen erwartet auf jeden Fall ein Jazzabend mit melodiös ausgereiftem Klang, uneingeschränkter Spielfreude und hoher Improvisationskunst.

» Weitere Informationen

Eintritt: 17,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse

Kritik zu „Miguel Zenón Quintet“

Kaum Zeit, Luft zu holen

Ja, wo sind wir eigentlich? In einer Latin-Dancehall, bei Straßenmusikern irgendwo in Mittel- oder Südamerika? Oder aber live beim Modern Jazz im New Yorker Village Vanguard mit einer Art John Coltrane auf dem Altsaxofon? Oder beim Showdown zwischen dem Pianisten und dem Saxonfonspieler – wer kann schneller und vertrackter? Oder beim Test, wie lange ein Bassist bzw. ein Drummer ein hochenergetisches Solo spielen können, ohne vor Erschöpfung niederzusinken? Es war all das , aber all das auch nicht. Vielmehr handelte es sich um den Auftritt des Miguel- Zenón-Quintetts im Lindenhof zu Braunschweig , die zehnte Veranstaltung der Initiative Jazz-BS dort.
Völlig zu recht war das Konzert ausverkauft, handelte es sich doch um den Auftritt nicht irgendeines hoffnungsvollen Nachwuchstalentes, sondern um einen der herausragendsten Altsaxofonisten der USA. Vielleicht war es aber auch die Ankündigung, dass Zenón weltmusikalischen Jazz präsentieren würde, was die Zuhörer lockte. Also nicht Jazz der Sekten-Kultur im Sinne einer immer abstrakteren Verfeinerung. Stattdessen offene improvisatorische Musik, die Vitalität und Spiritualität auszudrücken und zu wecken beabsichtigt.
Was Zenón und seine Mitspieler auf überzeugende Weise vorstellten, war die Kombination einer speziellen Variante karibischer Musik, der Plena Puerto Ricos, mit allen Spielarten des modernen Jazz. Die Plena war und ist eine Alltagsmusik der Puertoricaner. Im Zentrum stehen dabei unterschiedlich große Handtrommeln und situationsbezogene Texte, die formal gut nachvollziehbar sind. Ein klares 4/4 – Metrum, allerdings permanent aufgebrochen durch wunderbare Synkopierungen. Danach tanzt man heute in den Dancehalls nicht nur Lateinamerikas.
Diese rhythmische Basis behielt Zenón in seinen Kompositionen bei. Und das war es, was die Tanzbarkeit seiner Musik an diesem Abend ausmachte. Gleichzeitig aber unterlegte er diese stabile Struktur mit komplexen, variablen Metren, die die Musik in andere Sphären führte und der Tanzbarkeit gleichzeitig Stolpersteine in den Weg legte. Das alles geschah einerseits ungemein komprimiert. Das erste einstündige Set bestand beispielsweise aus zwei großen Blöcken, eingeleitet und gegliedert durch ausdrucksstarken Gesang und Perkussionsarbeit des Plena-Meisters Hektor Tito Matos. Zenón und sein ungemein variabel und elegant spielender Pianist Luis Perdomo nahmen diese Vorgaben auf und verblüfften ein ums andere Mal die Zuhörer mit rasenden Melodieläufen im Call- und Response-Stil. Andererseits gab es viel Raum für die Musiker, sich zu entfalten. Bassist Hans Glawischnig konnte in aller Ruhe die Skalen und Rhythmen zergliedern und neu zusammensetzen. Die Schlagzeugsoli des Drummers Henry Cole erwuchsen völlig organisch aus dem musikalischen Gesamtgeschehen heraus. Erstaunlich, mit welcher Konzentration, Geschwindigkeit, Ausdauer und gleichzeitigen Variabilität der junge Mann zu Werke ging. Allein physisch kaum nachvollziehbar, das Publikum war fasziniert.
Das setzte sich im dreiteiligen zweiten Set fort, und man war froh, dass mit dem balladesken Stück „Progreso“ einmal liedhafte Ruhe einkehrte. Perdomo bezauberte mit strahlenden Akkorden, über die Zenón dann zu einem Solo ansetzte, das ihn schier abheben ließ. Das langgestreckte Crescendo nach einem herunterkühlenden Bass-Solo schuf eine gefühlsstarke Klangwelt, die alle Gedanken an den kühlen Novemberabend draußen vergessen ließ. Dann noch einmal karibische Klänge at it’s best.
Allerdings: so ein ausdrucksstarkes, kraftvolles Quintett bräuchte einen größeren Raum, um angemessen zu Gehör zu kommen. Gleichviel und uneingeschränkt: stehende Ovationen für diese Ausnahmemusiker.

Klaus Gohlke

Miguel Zenón Quintet

Lindenhof „Da Paolo“, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Miguel Zenón (Altsaxophon)
Luis Perdomo (Piano)
Hans Glawischnig (Bass)
Henry Cole (Schlagzeug)
Tito Matos (vocal, perc.)

Miguel Zenón ist nicht einfach nur ein « junger talentierter Wilder » des Jazz, 33 Jahre alt, in Puerto Rico geboren und aufgewachsen, in New York lebend. Er zeigt nicht einfach nur ein sehr klares, flüssiges Altsax-Spiel, seine Band ist nicht nur sehr gut auf hohem Level eingespielt – all das wäre nicht außergewöhnlich, sondern Voraussetzung für eine Europa-Tournee.
Wesentlicher, um seine gegenwärtige Bedeutung im Jazz zu verstehen, ist sicherlich, dass er viermal den Downbeat Critic’s Poll der Nachwuchsstars in der Kategorie Altsaxophon erhielt, 2006 zum besten Nachwuchskünstler des Jahres im Jazz Times Magazine gewählt wurde, seine CD AWAKE 2008 zur besten Jazz-Veröffentlichung des Jahres erklärt wurde.
Gewürdigt und unterstützt wird damit Zenóns Interesse , klassische Jazztradition mit afro-karibischer und latein-amerikanischer Musik zu verschmelzen.

Es geht ihm dabei insbesondere darum, die traditionelle Musik seines Heimatlandes Puerto-Rico, die Plena, mit dem amerikanischen Jazz-Erbe in Beziehung zu setzen.
Plena, eine Jahrhunderte alte handperkussionsgetriebene afro-karibische Musiktradition, eine Art Straßenecken-Volksmusik bzw. „gesungene Zeitung“ verbindet afrikanische Rhythmen mit europäischen Harmonien und Kadenzen. Grundsätzlich liegt ihr ein 4/4-Metrum zugrunde, das sich mit der oft achtsilbigen assonanten Lyrik auseinandersetzt.

Zenón hat mit dem Projekt Esta Plena, das er mit seiner Band vorstellen wird, furiose moderne Jazzimprovisation mit der synkopenreichen melodisch-lyrischen puertoricanischen Musiktradition vereint. Das Qintett improvisiert dabei in verschiedenen Metren, Melodien und Akkordfortschreibungen.

Zum Gelingen dieser Musik tragen wesentlich seine Bandmitglieder bei, die einfühlsam auf Zenóns Intentionen eingehen. Dass die Umsetzung seiner musikalischen Ideen gelingen konnte, führt Zenón auf das tiefe musikalische Verständnis seiner Mitspieler zurück, die von ihren eigenen Projekten absehen und sich auf ihn zu konzentrieren verstehen. Hervorzuheben ist, dass Zenóns Plena-Lehrmeister, Hektor (Tito) Matus, selbst als Perkussionst und Sänger mitwirkt und somit zu größter Authentizität der Musik beitragen wird.

» Weitere Informationen

Eintritt: 15,- € (Abendkasse)

Nguyên Lê Quartet

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Nguyên Lê (Gitarre & Laptop)
Rita Marcotulli (Piano)
Chris Jennings (Bass)
Roberto Gatto (Schlagzeug)

Nguyên Lê ist kein Unbekannter in der Region Braunschweig. Viermal war er mit unterschiedlichen Besetzungen bei uns zu Gast und präsentierte Stationen seiner musikalischen Entwicklung.

Als Sohn vietnamesischer Eltern 1959 in Paris geboren, ist er ein Gitarrist mit sehr weit gespannten Interessen. Die Eckpunkte seiner musikalischen Sozialisation sind in seinen vielfältigen Projekten klar zu erkennen. Die elektrisch verstärkte und mit elektronischen Effekten arbeitende rockige Gitarrenmusik mit Jimi Hendrix als Leitfigur („Purple. Celebrating Jimi Hendrix“ 2002); die vietnamesische Herkunft („Tales from Viet-Nam“ 1996); der europäische moderne Jazz („Walking on the Tiger’s Tail 2005) ; die nordafrikanischen Einflüsse, die sich in Frankreichs Metropole vielfältig widerspiegeln (z.B.„Maghreb and friends“; 1998).

Nguyên Lês virtuoses und international mit Aufmerksamkeit beobachtetes Gitarrenspiel bedient sich modernster digitaler Techniken, aber nicht um Effekte zu haschen, sondern als Möglichkeit, den musikalischen Ausdruck seines Instrumentes zu erweitern – vom jazzrockigen Idiom hin zu weltmusikalisch-ethnischen Sounds.

Seine musikalischen Vorstellungen motivieren bedeutende internationale Jazzmusiker ganz unterschiedlicher Provenienz zur Zusammenarbeit mit Nguyên Lê, so den Bassisten Renaud Garcia-Fons, den Bläser Paul McCandless, die Percussionistin Terry Lyne Carrington, den Schlagzeuger Peter Erskine, um nur ganz wenige zu nennen.
Auch sein „New Quartet“ versucht den Weg zu gehen, den Lê als Herausarbeitung der eigenen Wurzeln und Traditionen bei gleichzeitiger Positionierung innerhalb der musikalischen Moderne beschreibt.

Wieder arbeiten herausragende Musiker mit Nguyên Lê zusammen: Roberto Gatto, einer der bedeutendsten italienischen Schlagzeuger, geschätzt durch sein besonderes „mediterranes“ Timbre; Rita Marcotulli, die vom komplex-abstrakten modern Jazz bis zum neapolitanischen Liedgut alle Genres am Klavier beherrscht; und schließlich der kanadische Bassist Chris Jennings, der sowohl am Kontra- wie am E-Bass durch starkes melodisches Gefühl und rhythmische Strukturierungen auffällt.

» Weitere Informationen

Eintritt: 17,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse

Kritik zu „Yellowjackets“

Weder Wespen noch Gelbjacken

Wie gelingt das? Eine Jazzband spielt seit ewigen Zeiten zusammen, in Teilen seit fast dreißig Jahren. Und doch ist immer noch die Spielfreude da, die überraschende Improvisation, der unerwartete Widerspruch.
Die Rede ist von den „Yellowjackets“, einem US-amerikanischen Ausnahmequartett, grammy-nominiert, das am Freitagabend in den Räumen der Braunschweigischen Landessparkasse in der Dankwardstraße spielte. Vielleicht liegt das Geheimnis darin, dass die Band, je länger sie ihr Konzept verfolgt, zu immer größerer Klarheit findet.
Als Fusion ist ihr Stil ungenau benannt. Vielmehr geht es den vier Musikern darum, ihre Vision von improvisierender Musik ständig weiter zu entwickeln. Kernpunkt ist dabei die Offenheit gegenüber allen musikalischen Quellen und Entwicklungen, ohne sich dabei aber an modische Trends anzubiedern.
Das ließ der Auftritt in Braunschweig sehr schnell aufs Angenehmste erkennen. So spielte der Saxofonist Bob Mintzer z.B. beim Stück „Freda“ auf seinem elektronischen Blasinstrument den fiddle-part eines Reels an. Der wurde dann von den Mitspielern aufgenommen und nach allen Regeln der Kunst sukzessive akkordisch aufgebrochen bzw. rhythmisch variiert. Pianist und Keyborder Russell Ferrante griff in „Monk’s habit“ auf dessen exzentrische und robuste Melodie- und Rhythmusgestaltung zurück. Eindrucksvoll spielte er die Akkorde so, dass sie uneindeutig schwebend erschienen und eine unerwartete Tiefe desAusdrucks erlaubten.
Ein allein ästhetischer Genuss war das elegante Spiel des Bassisten Jimmy Haslip auf seinem 6-saitigen E-Bass. Selbst bei schnellsten Läufen schien Haslip die Saiten nur zu tupfen. Überhaupt ist die Rhythmus-Sektion der Band für den Gesamtausdruck der „Yellowjackets“ sehr wichtig. Der Schlagzeuger Marcus Baylor liefert zusammen mit Haslip das rhythmische Fundament, dabei ständig die Metren umspielend. Beide bilden ein Power-Pack ohne aber die Melodieinstrumente zu übertönen. Überhaupt gilt für die Band, dass bei aller Virtuosität der Einzelmusiker nie der Eindruck entstand, dass hier einzelne sich profilieren wollten. Vielmehr sah man vier Musiker, die als Einheit zusammenwirkten und sich in dieselbe musikalische Richtung bewegten.
Mitunter erinnerte das Spiel des Quartetts gerade durch Ferrantes Art, eine Melodie – so bei „Seafolk“ – gleichsam zu dekonstruieren und wieder neu zusammen zu setzen, an die frühen Quartett-Einspielungen Keith Jarretts in den 70er Jahren. Der Rückgriff auf Genres wie Blues, Gospel, Swing, Latin erfolgte mühelos und ungekünstelt, was die Zuhörerinnen und Zuhörer erkennbar erfreute und die Musiker trotz großer Tagesstrapazen zu Zugaben inspirierte. Mintzer ließ durchblicken, dass er sich duraus vorstellen könnte, noch 25 Jahre mit der Band zu arbeiten, dem Publikum wäre es sicherlich recht.
Obwohl am letzten Wochenende gewissermaßen ein kultureller Overkill herrschte und zudem das Konzert an einem so genannten Brückentag stattfand, war die Veranstaltung doch ansprechend besucht. Besonders auffällig war, dass es wieder mehr jüngere Zuhörer zum Jazz zieht, ein Trend, der sehr wünschenswert wäre.

Klaus Gohlke

Yellowjackets

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Bob Mintzer (Tenorsaxofon / EWI)
Russell Ferrante (Piano / Keyboards)
Jimmy Haslip (Bass)
Marcus Baylor (Schlagzeug)

Auf der Bühne zu hören sind „The Yellowjackets“ – das heißt auf Deutsch „die Wespen“. Wespen haben bei den meisten Menschen nicht den besten Ruf. Sie nerven bei der sommerlichen Kaffeetafel im Freien, ihr Stich verursacht Schmerzen oder sogar allergische Schockreaktionen, und auch in akustischer Hinsicht erweisen sie sich als Störenfriede. Also denkbar schlechte Vorbilder für eine Band, die das englische Wort für Wespen im Namen trägt, deren Musik aber weder aggressiv noch zuckersüß klingt.

Tatsächlich entbehrt der Gruppenname „The Yellowjackets“ jeglicher Symbolik: der Name entstand ganz anders. Den Musikern gefiel der Klang des Wortes, und so wurde einfach nach dem Gehöhr entschieden.

Auch in punkto Lebensdauer verbietet sich jeglicher Vergleich mit dem Insekt. Mit mittlerweile 28 Jahren Bandgeschichte setzen die vier Gelbjacken auf das, was im schnelllebigen Musikgeschäft wie ein Wert aus grauer Vorzeit erscheint: Kontinuität. Während manche Gruppe mit wachsender Popularität zunehmend kommerzieller wird, gingen die Yellowjackets den umgekehrten Weg: anfangs elektronisch und „radiofreundlich“, wandelte sich ihr Sound zu einem weniger elektrisch eingefärbten und jazzigeren Klangbild. Nach wie vor verarbeitet das Quartett Elemente aus Pop, Rhythm&Blues und Gospel. Das Ergebnis ist weder jener hemdsärmelige Machismo der Hochgeschwindigkeits-Fusion noch die Safer-Sex-Erotik des Smooth Jazz – eben „The Yellowjackets“.

» Weitere Informationen

Eintritt: 17,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse

Alex de Macedo Trio

Lindenhof „Da Paolo“, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Alex de Macedo (Gitarre)
Christian Schantz (Bass)
Philipp Bernhardt (Schlagzeug)

Das „Alex de Macedo – Trio“ bewegt sich im Spannungsfeld des Modern-Jazz und basiert auf dem kreativen Zusammenspiel der drei Musiker. Mal beat-lastig, dann wieder melodisch gestalten sich die Stücke aus der Feder des Bandleaders komplex und abwechslungsreich, ohne sich in abgehobenen Strukturen zu verlieren.

Alex de Macedo gehört noch zu den Geheimtipps der deutschen Jazz-Szene. Als Sohn einer Brasilianerin und eines Deutschen wuchs Alex in Brasilien, Deutschland, Nigeria und im Irak auf und hatte dadurch Zugang zu brasilianischer, afrikanischer und arabischer Musik. Mit 15 begann er als Autodidakt Gitarre zu spielen. Später studierte er Jazzgitarre an der Folkwang-Hochschule in Essen. De Macedo spielte u.a. mit Claudius Valk, Andre Nendza, Christoph Hillmann und dem Soulsänger Boris Titulaer ( z.Z. das niederländische Nr.1-Album „Rely on me“). Zu seinen Einflüssen zählen Gitarrengrößen wie John Scofield, Jimi Hendrix und Kurt Rosenwinkel. Seine eigenen Kompositionen sind beeinflußt durch die Musik von Weather Report, Keith Jarret, Hermeto Pascal und Shakti.

Den Schlagzeuger Philipp Bernhardt lernte Alex de Macedo beim Studium an der Folkwang-Hochschule kennen. In den folgenden Jahren ging Philipp Bernhardt nach New York, wo er mit einigen großen Repräsentanten des Jazz auf der Bühne stand: u.a. mit Ron Carter, Marc Ribot und John Patitucci. In New York lernte Philipp Bernhardt auch den Bassisten Christian Schantz kennen, der als Schüler von Greg Cohen (Mitglied in der Band von Tom Waits und John Zorn) schnell zu einem festen Bestandteil der New Yorker Jazz-Szene geworden war und durch sein kreatives und gleichzeitig solides Bass-Spiel auffiel.

Im Jahr 2007 belegte Alex de Macedo mit der Coverversion von John Scofield s „The Low Road“ beim Wettbewerb „Go For Sco“ den 1.Platz. John Scofield hatte die Version selbst als Beste ausgesucht und überreichte ihm die Auszeichnung am Rande seines Konzertauftritts „John Scofield Trio plus Horns“ in Braunschweig. Im gleichen Jahr gründete sich das „Alex de Macedo – Trio“, das inzwischen ihr eigenes Programm „Natureman in Factoryland“ erarbeitet hat.

Eintritt: 15,- € (Abendkasse)

Susi Hyldgaard Quintett

Lindenhof „Da Paolo“, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Susi Hyldgaard (voc, piano, acc)
Jannik Jensen (bass)
Benita Haastrup (drums)
Roy Nathanson (sax)
Bill Ware (vibes)

Die dänische Pianistin und Akkordeonistin Susi Hyldgaard musiziert mit erfreulicher Leichtigkeit und Unbefangenheit im Grenzbereich zwischen Pop, Jazz und elektronischer Musik und gilt zudem als eine der profiliertesten Sängerinnen ihrer Generation. Seit sie beim Berliner Jazz-Fest 2001 größere internationale Aufmerksamkeit gewann, hat sie sechs eigene Alben herausgebracht, wurde mit Preisen für ihre Kompositionen ausgezeichnet und erhielt auch einen Grammy.

Auf fünf ihrer Alben hat Susi Hyldgaard alle Stücke selbst komponiert, und auch die Songtexte sind überwiegend von ihr. Susi Hyldgaard erzählt Geschichten mit ihrer Stimme, sie verwebt kleine menschliche Gegebenheiten und Erfahrungen zu Liedern, die sie genauso persönlich vorträgt, wie sie sie geschrieben hat: eigenartig und unverwechselbar, mal wild und expressiv, dann wieder zart und in sich gekehrt.

Zur Überraschung ihrer Fans, brachte Susi Hyldgaard 2007 eine CD mit der Danish Radio Bigband heraus, auf der sie altbekannte Standarts von Cole Porter bis Nat King Cole sang, natürlich auf eine ganz eigene Art und Weise. Ihr jüngstes Programm „It’s Love We Need“ besteht wieder aus Eigenkompositionen, die sie im letzten Jahr gemeinsam mit der NDR-Bigband für einige Aufführungen und als Album realisiert hat. Zum ersten Mal gab Susi Hyldgaard ihre Kompositionen zur weiteren Bearbeitung aus der Hand. Roy Nathanson (Saxophon) und Bill Ware (Vibraphon) – Mitglieder der Jazz Passengers (USA) – lieferten die Arrangements für die NDR-Bigband.

Von dieser Zusammenarbeit war Susi Hyldgaard begeistert: „Ich bin sehr skandinavisch, was eine gewisse melancholische Atmosphäre in meiner Musik angeht. Amerikaner haben das nicht. Nicht, dass sie das nicht verstehen würden, aber sie finden in allem die positive Seite. Selbst die dunkelsten Songs machen so eine Menge Spaß.“

Dürfte Susi Hyldgaard’s jüngstes Album mit der NDR-Bigband schon jetzt eines der ersten Anwärter auf die Jazz-CD des Jahres sein, bietet die direkte Interaktion mit Roy Nathanson und Bill Ware im Quintett ein kompaktes Hörerlebnis dieser skandinavisch-amerikanischen Zusammenarbeit mit Überraschungspotenzial.

Eintritt: 15,- € (Abendkasse)

Kritik zu „Wolfert Brederode Quartett“

Vier sehr ernste junge Männer

Ja, es war Freitag der 13. Im schlechten wie im guten Sinne; es gibt ja beides, sagt man. Das Schlechtere: Der Klavierstimmer konnte seine Arbeit erst knapp vor Konzertbeginn abschließen. Dann gab mit Konzertbeginn eine Basssaite ihren Geist auf und erzwang eine Pause. Alles nichts, was empfindsamen Musikerseelen gut tut.
Doch dann die gewissermaßen italienische Wende des Freitags Nr. 13. Nach zwei etwas verhalteneren Eröffnungsstücken, die ihrer aktuellen ECM-Einspielung entstammten, befreite sich das Wolfert Brederode Quartet von allen Stimmungstrübnissen und zeigte, was in ihm und diesem Tag steckte.
Der oft zu hörende und schnell ermüdende Jazz-Aufführungsschematismus , nämlich Thema- Solo-Thema-Solo, war nicht angesagt. Im dritten und letzten Stück des ersten (doch etwas kurz geratenen) Sets entwarfen die Musiker um den niederländischen Pianisten Wolfert Brederode herum etwas, was man impressionistische Klanggestaltung nennen könnte. Musikalische Räume wurden geschaffen, die den Zuhörern vielfältige Assoziationen ermöglichten. Schlagzeuger Samuel Rohrer aus der Schweiz verstand es auf mitunter wundersame Weise, das Schlagzeug als eine Art Melodieinstrument einzusetzen. Mit dem Bogen gestrichene Becken erzeugten schwebende Klänge, ohne dass dabei die rhythmisch strukturierende Arbeit vernachlässigt wurde. Zusammen mit dem norwegischen Bassisten Mats Eilertsen entstanden Hallräume, die für das Klavier Brederodes und die Klarinetten, gespielt vom Schweizer Claudio Puntin, Platz schufen, ihre Tonfolgen zu spielen.
Durch minimale, aber doch stetig sich verändernde Melodik entstand eine interessante Spannung. Diese Durchbrechungen der Funktionsharmonik allein wären aber nicht hinreichend gewesen, hätte das Quartett es nicht verstanden, durch dynamische Variationen eine enorme Steigerung zu erzeugen.
Diesem Konzept blieben die sehr ernst dreinblickenden Musiker auch im zweiten Set überwiegend treu, was den zahlreich erschienenen Zuhörern erkennbar gefiel. Insbesondere Brederodes Komposition „Scarabee“ veranschaulichte schön, dass es nicht darum ging, Virtuosität um ihrer selbst Willen zu demonstrieren. Vielmehr nahm man sich Zeit, musikalische Ideen in Ruhe zu entfalten, wobei die Stücke teilweise fließend ineinander übergingen.
Kammermusikalisch orientierter Jazz kann leicht zu reinem „Hirnjazz“ mutieren. Dieser Gefahr trotzte das Quartett, indem gerade Schlagzeug und Klarinette alle Facetten der Klangerzeugung ausloteten. In der Zugabe imitierte Puntin z.B. Vogelgezwitscher, als wollte er zu Kerstin Ekmans Buch „Der Wald“ die Hintergrundmusik liefern.
Das so in den Bann geschlagene Publikum forderte zu Recht Zugaben ein und entlockte den Musikern auch ein Lächeln.
Nicht nachvollziehbar ist, warum die – ohnehin spärliche – Titelansage und die Vorstellung der Musiker durch den Pianisten über das Mikrofon so unverständlich sein musste. Eine übrigens oft zu erlebende Sache in dem kleinen Saal des Lindenhofs, der sich – bei allem Flair – als doch recht kleinen Spielort erweist, sowohl für die Musiker als auch für das Publikum.

Wolfert Brederode Quartett

Lindenhof „Da Paolo“, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Wolfert Brederode (Piano)
Claudio Puntin (Klarinetten)
Mats Eilertsen (Bass)
Samuel Rohrer (Schlagzeug)

Der niederländische Pianist und Komponist Wolfert Brederode hat einen sehr persönlichen und poetischen Stil entwickelt. Seine ruhigen und reflektierten Kompositionen lassen für Improvisationen große Freiräume. Die nutzen seine Mitspieler, allen voran der hervorragende Klarinettist Claudio Puntin, mit denen Wolfert Brederode 2007 bei ECM die CD „Currents“ aufgenommen hat.

Wolfert Brederode (Jahrgang 1974) studierte am Königlichen Konservatorium von Den Haag klassisches Klavier und Jazzpiano. Seine Musik mit stark lyrischem Einschlag kam besonders gut zur Geltung in der Zusammenarbeit mit der Sängerin Susanne Abbuehl , die mit vertonter Poesie und Prosa aufhorchen ließ. Brederode arbeitete u.a. auch mit Michel Portal, David Liebman, Wolfgang Puschnig und Ack vam Rooyen zusammen. Jazzpodium nannte ihn einen „exzellenten Pianisten“ und die FAZ attestierte ihm, er „(verwalte) die modernen Traditionen mit eigenem Profil.“

Mit den Musikern seines Quartetts hat Brederode in unterschiedlichen Konstellationen zusammen gespielt. Claudio Puntin, ein Schweizer italienischer Abstammung, gilt als einer der führenden Klarinettisten in Europa, der sowohl in der klassischen, als auch in der improvisierten Musik gefragt ist. Im Jazzbereich hat Puntin u.a. mit Hermeto Pascoal, Fred Frith und Nils Wogram gespielt. Der norwegische Bassist Mats Eilertsen studierte in Trondheim und ist so etwas wie ein Fixpunkt in der norwegischen Jazzszene. Er spielte u.a. mit Kenny Wheeler, Pat Metheny, Nils Petter Molvaer, John Taylor und Trygve Seim. Der Schweizer Schlagzeuger Samuel Rohrer, der in Bern und am Berkeley College in Boston studierte, ist für sein einfühlsames Spiel bekannt. Er arbeitete u.a. mit Michel Portal, Ferenc Snétberger und Wolfgang Muthspiel zusammen.

Eintritt: 15,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Öffentliche Versicherung Braunschweig

Maria João & Mário Laginha

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1

Maria João (Gesang)
Mário Laginha (Piano)

Die Portugiesin Maria João gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den eigenständigsten und originellsten Jazzsängerinnen. Mit spielerischer Leichtigkeit und virtuoser Vokalakrobatik bezieht sie in den Jazzgesang Einflüsse aus der portugiesischen, brasilianischen, afrikanischen Musik, aber auch aus dem Rock ein. Der klassisch ausgebildete Pianist Mário Laginha, mit dem sie seit 1994 acht Alben aufgenommen hat, ist auch als Komponist und Arrangeur der kongeniale Partner im Dreamteam des portugiesischen Jazz.

Maria João (geboren 1956 in Lissabon) begann ihre Karriere in Dixieland-Bands und traditionellen Big-Bands, „bevor sie – über den Fado (den „Blues“ Portugals) – zum modernen Jazz fand. Dabei hat sie den Scatgesang vielleicht am virtuosesten im europäischen Jazz weiterentwickelt“ (Das Jazzbuch). Ihre stimmliche Bandbreite ist enorm, oft wurde sie als weibliches Pendant zu Bobby McFerrin und zum jungen Al Jarreau bezeichnet. Ab 1987 arbeitete Maria João mit der japanischen Pianistin Aki Takase zusammen, spielte zwei von der Jazzkritik hochgelobte Alben ein.
Für die Einbeziehung von Einflüssen der Weltmusik fand Maria João in ihrem Landsmann Mário Laginha (Jahrgang 1960) einen kongenialen Partner. Der hatte als Kind „klassisch“ Klavier, später auch Gitarre gelernt, später dann – angeregt durch ein Konzert von Keith Jarrett – Jazzpiano studiert. Unter anderem spielte er mit dem heutigen Madredeus-Gitarristen José Peixoto in einer Gruppe, zu der seit 1991 auch Maria João Kontakt hatte. Nach ihrer Duo-CD „Danças“ folgten Weltmusik-Projekte, bei denen Musiker wie Dino Saluzzi, Ralph Towner oder Trilok Gurtu mitmachten.

Maria João: „Singen ist für mich so etwas wie Tanzen – nicht im konventionellen Sinne, sondern Tanzen mit den Songs, mit den Worten, mit dem Atem, mit den anderen Musikern, mit der Musik.“ (Das Jazzbuch)

Eintritt: 20,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse