Silke Eberhard Quartett – mohnmarzipan

Städtisches Museum Braunschweig

Silke Eberhard: altsaxophone, bassclarinet, clarinet
Niko Meinhold: piano, toys, melodica
Jan Roder: bass
Sebastian Merk: drums

Die junge Saxofonistin und Klarinettistin Silke Eberhard (Jahrgang 1972) spielt mit ihrem Quartett nicht gerade leicht eingängigen modernen Jazz: „Schräge Themen, äußerst merkwürdige Instrumentierung (Bassklarinette, Melodika) und nie nachlassende Energie“ (Jazzthing) kennzeichnen die Musik von Silke Eberhard, die seit Jahren in Berlin lebt und „auf hohem spielerischen Niveau aktiv zum kreativen Potenzial der Hauptstadt beiträgt“ (Jazzpodium). Sie selbst sagt, dass sie Aufnahmen von Thelonius Monk aus den 1960er Jahren gerne hört. „Und da ich Bassklarinette spiele, verehre ich natürlich Eric Dolphy.“ Mit dabei in ihrem Quartett ist Pianist Niko Meinhold, der auch Melodika spielt, Bassist Jan Roder und Schlagzeuger Sebastian Merk, der in Braunschweig geradezu ein Heimspiel hat: er gehört zum Frank Spaniol Quartett (im März in Braunschweig) und sprang beim September-Konzert des Julia Hülsmann Trios mit Daniel Matter ein.

Silke Eberhard wuchs in einem schwäbischen Dorf mit volkstümlicher Blasmusik auf und lernte schon als Kind Klarinette. Als Teenager entdeckte sie den Jazz, war zunächst von Big Bands fasziniert, dann vom Free Jazz. Seit 1997 arbeitet sie in den Bereichen Jazz, improvisierte Musik und Theater mit Studienaufenthalten in Kanada und den USA (Masterclass Dave Liebmann). 2000 war sie Mitglied in Projekten der Pianistin Aki Takase und trat bei den Berliner Jazztagen auf.

Heute bindet sie in ihrem Quartett die musikalischen Erfahrungen zusammen. „Versteckte Märsche reiben sich an urbanen Grooves, weiche Streicheleinheiten stehen gleichberechtigt neben knochentrockenen Strukturen oder kompromisslosen Kollektivimprovisationen“, stellt Wolf Kampmann zur CD des Quartetts „Mohnmarzipan“ fest. Und: „Diese Prozesse ergeben sich aus dem spielerischen Miteinander der vier Musiker. Pianist Niko Meinhold und Drummer Sebastian Merk stehen für den urbanen Teppich, während Bassist Jan Roder und die Bandleaderin die jazzige Bodenständigkeit innerhalb der Band verkörpern.“

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Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
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