Renaud Garcia-Fons – Linea del Sur

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Renaud García-Fons: Kontrabass
Antonio Ruiz “Kiko”: Guitarra flamenca
Pascal Rollandi: Perkussion
David Venitucci: Akkordeon
Technik: Romain Frydman

Renaud García-Fons war schon mehrfach bei uns, erstmals 1999 mit seinem Projekt Alborea. Das Konzert, das im Städtischen Museum stattfand, war ausverkauft: selbst der „Balkon“ war voll besetzt, und die Zuhörer saßen auf den Treppen. Es war ein überwälti-gendes Konzert, und es war ein fantastisches Publikum. Alle waren wir hingerissen – nicht nur von der Musik und von dem Können der Musiker, sondern auch und vor allem von dem fremden und hinreißenden Klang von Renauds Kontrabass, dem er eine fünfte – eine hohe – Saite verpasst hatte und den er damit – auch gestrichen – zu einem neuen, genialen Soloinstrument des Jazz gemacht hatte.

García-Fons hat Klassik, Jazz und orientalische Musik studiert, so dass er in den verschie-densten Musikrichtungen zu Hause ist. Was sein Spiel zu etwas ganz Besonderem macht, ist nicht nur seine fünfte Basssaite, sondern auch, dass er häufig den Bogen einsetzt, um seinen Bass zum Singen zu bringen.

Seitdem er sich für den Bass als „sein“ Instrument entschieden hat, ist der Bass nicht mehr nur das traditionelle Begleitinstrument. Indem er dem Kontrabass eine neue Klang- und Tonwelt erschlossen hat, hat er die Emanzipation dieses fantastischen Instruments auf den Weg gebracht. Alle Kritiker sind sich einig, dass sein Spiel unerreicht ist, dass er mit und ohne Bogen ein Magier, der Paganini des Kontrabasses ist. Sein Bass klinge wie ein Bass, aber auch wie ein Violoncello, eine Violine und manchmal sogar wie eine Gitarre, eine Oud oder eine Berimbau. Niemand auf der Welt spiele wie er.

La Linea del Sur (Straße des Südens) heißt García-Fons‘ neuestes Projekt. Diese imaginäre Route, auf die er uns mitnimmt, hält magische Begegnungen für uns bereit, in denen sich die verschiedensten Klangwelten des mediterranen Raums, spanische und orientalische Musiktraditionen und klassische französische Klänge aufeinander einlassen und uns wohl wieder – wie bei seinem Projekt Alborea von 1999 – in eine andere Welt transportieren werden.

Jazz und Flamenco – die Kombination dieser beiden Musikrichtungen hat zwei spanische und einen deutschen Vater: 1967 brachte Joachim Ernst Berendt auf den Berliner Jazztagen den Saxofonisten Pedro Iturralde und den Gitarristen Paco de Lucía zusammen, die im Spanien nach Franco mit anderen spanischen Jazzern wie z. B. Gerardo Núñez auch in der Musik neue Wege suchten. Die Entwicklung des Flamenco Jazz war entscheidend dafür verantwortlich, dass Spanien zu einem attraktiven Standort für zeitgenössischen Jazz und die sog. Weltmusik wurde. So haben wir in den letzten Jahren ja immer wieder auch spani-sche Jazzer bei uns zu Gast gehabt, so z. B. 2011 das Colina/Miralta/Sambeat-Trio. Gleichzeitig wertete der Siegeszug des Flamenco Jazz Europa als Standort für eine selbstständige Weiterentwicklung des Jazz enorm auf.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 10, Tel.: 0531 / 16606
– Online über eventim
– Abendkasse
– und weitere …

» Weitere Informationen

Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig