Madras Special & Karnataka College of Percussion
We remember Charlie Mariano
50 Years Jubilee Tour of Karnataka College of Percussion

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

R.A. Ramamani – voc
T.A.S. Mani – perc
Ramesh Shotham – perc
Zoltan Lantos – violin
Sebastian Müller – guitar
Reza Askari – bass
Johannes Lemke – sax

Madras Special & Karnataka College of PercussionUm sein 50-jähriges Bestehen gebührend zu begehen, hat sich das Karnataka College of Percussion unter seinen Leitern R.A. Ramamani und T.A.S. Mani mit Madras Special von Ramesh Shotham zusammengetan, um mit einem gemeinsamen Programm „We remember Charlie Mariano“ auf Tournee zu gehen.
Das Karnataka College of Percussion wurde 1964 von T.A.S. Mani gegründet, um Musiker an den klassischen indischen Perkussionsinstrumenten auszubilden. Dank ihrer Leistungen und des reichen Erfahrungsfundus, den sie in über 30 Jahren zusammengetragen hat, hat sich diese Einrichtung stetig weiterentwickeln können und bei den jüngeren Generationen das Bewusstsein für die klassische südindische Musik wachgehalten und gefördert.
T.A.S. Mani hatte seine eigenen Vorstellungen, wie er seine Arbeit erfolgreich gestalten könnte, und auch dank der breiten Unterstützung, die er in seiner musikalischen Heimat Karnataka fand, gelang es ihm, die Grundlage für seine erfolgreiche Lehrtätigkeit zu schaffen. Die öffentliche Anerkennung seines College und seiner Arbeit kommt nicht zuletzt dadurch zum Ausdruck, dass er sein Land im Auftrag der indischen Kulturbehörde auf verschiedenen Musikfestivals vertreten hat und dass das College häufig von ausländischen Musikern und Kulturdelegierten besucht wird.

Seit 50 Jahren setzt T.A.S. Mani mit dem von ihm in Bangalore gegründeten Karnataka College of Percussion nicht nur mit der Vermittlung der klassischen südindischen Musik Maßstäbe, sondern auch mit genreübergreifenden Projekten. Zu seinen Schülern gehören viele Musiker von internationaler Bedeutung wie z.B. Trilok Gurtu und Ramesh Shotham, der hier und heute mit seinem Projekt „Madras Special“ auftritt. Mani machte sich aber nicht allein durch seine pädagogischen Tätigkeiten und die Leitung verschiedener Ensembles einen Namen, sondern auch als Komponist. Darüber hinaus leitet er das zehn­köpfige Elite-Ensemble „Tala Tarangini“, mit dem er im Rahmen verschiedener Projekte die klassische südindische Musik und deren rhythmische Spezialitäten, wie z. B. Konnakol, die südindische Trommelsprache, vorstellt.
Mit vornehmer Zurückhaltung, stets im Dienst seiner Musik, für die er lebt, entwickelt Mani sein virtuoses Spiel auf dem „mridangam“. Elegant spielt er beidseitig auf der klassischen Trommel und bringt so die „Königin der Perkussioninstrumente“, wie das Instrument bezeichnet wird, immer wie­der anders in das klangliche Erscheinungsbild ein.
R.A. Ramamani ist Sängerin, Komponistin und Lehrerin und genießt in der indischen Musik seit langem eine Ausnahmestellung; in indischen Musiker­kreisen heißt es, sie sei von indischen Gottheiten und Spiritualität umgeben. Seit ihrem fünften Lebensjahr hat sie eine fundierte Aus­bildung in der traditionellen südindischen Musik erhalten. Der Aufstieg zu einer der führenden Stimmen in der karnatischen Musik führte die Ausnahmesängerin auf die großen Festivalbühnen in Indien und Euro­pa, wo sie das Publikum durch die enorme Ausdrucksbreite ihres Gesangsstils von der vibratoreichen, instrumental geprägten Stimmführung bis zu improvisatorischen Kunstfertigkeiten begeisterte. Außerdem ist sie eine Spezialistin im Vertonen traditioneller Texte aus den alten südindischen Überlieferungen. Ihre Kompositionen sind seit langem ein stilprä­gender Faktor im Repertoire des Karnataka College of Percussion.
1980 war sie mit dem Karnataka College of Percussion auf Europatournee und trat 1983 beim Berliner Jazzfestival gemeinsam mit Charlie Mariano auf. Dem folgten zahlreiche weitere Projekte und Konzerte in Europa und immer wieder auch in Deutschland, wo sie zuletzt 2007 bei der Ruhr-Triennale zu erleben war.

Madras Special
Auch Ramesh Shotham stammt aus Südindien, lebt aber heute in Köln. Mit seinen subtilen, unaufdringlichen Rhythmen hat er eine Vielzahl musikalischer Begegnungen nachhaltig beeinflusst und ist ein prägender Brückenbauer zwischen verschiedenen musikalischen Kulturen geworden. Er hat mit Charlie Mariano, Rabih Abou Khalil, Carla Bley, Steve Coleman, Siggi Schwab und Embryo gespielt, und noch jedes Mal hat er der Musik mit seinen unverwechselbaren Grooves eine besondere Qualität verliehen. Madras Special ist ein Projekt, das er schon seit vielen Jahren betreibt und zu dessen aktueller Besetzung der ungarische Violinist Zoltan Lantos, der Gitarrist Sebastian Müller, der Bassist Reza Askari sowie der Saxofonist Johannes Lemke gehören.

Die Musik von „Madras Special“ ist inspiriert von klassischen südindischen Ragas und Talas sowie von der modernen Weltmusik. Auf der Grundlage komplexer Grooves, die nicht selten an rätselhafte mathematische Formeln erinnern, entwickelt die Band ein packendes Ganzes aus Jazz, Funk, Rock und Ethnomusik. Die musikalische Fusion verschiedener Kulturen wird hier Wirklichkeit.
Shotham wird heute als einer der erfolgreichsten Perkussionisten gefeiert. Er stand nicht nur mit führenden europäischen und amerikanischen Jazz- und Rockmusikern auf der Bühne, sondern spielte auch mit Künstlern aus Afrika, Australien, China, Korea, Taiwan und mehreren arabischen Ländern.
Das Projekt „Madras Special“ ist ein besonderes Kunstwerk zwischen Abend- und Morgenland, eine musikalische Reise durch die Kontinente mit vielen spannenden Umwegen zu unterhaltsamen, manchmal auch abenteuerlichen Ausflugszielen entlang der Route Köln-Madras.

Karten:
Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
– Online über eventim
– Abendkasse
– und weitere …

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Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig