Gebhard Ullmann „Basement Research (New Edition)“

Städtisches Museum Braunschweig

gebhard ullmann, bassclarinet, tenor saxophone, soprano saxophone, bassflute
steve swell, trombone
tony malaby, tenor saxophone
mark helias, double bass
gerry hemingway, drums, percussion

Der deutsche Multiinstrumentalist Gebhard Ullmann (Jahrgang 1957, http://www.gebhard-ullmann.com), der mehr als 20 CDs in unterschiedlichsten Bands eingespielt hat, knüpft mit seinem neu formierten Quintett an die Formation „Basement Research“ an, die er 1995 in New York – neben Berlin seinem zweiten Aktionsfeld – zusammen gestellt hatte. Fünf Jahre nach der von der Kritik als äußerst dicht und intensiv hochgelobte CD „Kreuzberg Park East“ kommt Ullmann, der als Instrumentalist vor allem auf der Bass-Klarinette seinen ureigenen Sound gefunden hat, nun mit den vier fulminanten amerikanischen Musikern Tony Malaby (Tenorsaxofon), Steve Swell (Posaune), Mark Helias (Doppel-Bass) und Schlagzeuger Gerry Hemingway zum Konzert.

„Ullmanns CDs sind faszinierende Essays über verschiedene Aspekte der Tradition und Avantgarde und wie beides verschmilzt“, heißt es im Penguin Jazz Book. Und der Komponist und Pianist Paul Bley hält Ullmann für „einen der besten improvisierenden Musiker in der heutigen Welt“.

Gebhard Ullmann studierte hat an der Musikhochschule in Hamburg Flöte und daneben privat bei Herb Geller und Dave Liebman Saxofon. In der ersten Phase spielte er zusammen mit dem Gitarristen Andreas Willers im Duo und erhielt 1983 den Nachwuchspreis der Deutschen Phonoakademie. 1984 gründete das Duo in Berlin das Quartett „Out To Lunch“ (nach dem Albumtitel einer der besten Aufnahmen des Bass-Klarinettisten Eric Dolphy) und ging auf internationale Tourneen. 1992 beginnt Ullmann zusammen mit dem Akkordeonisten Hans Hassler das Projekt „Tá Lam“, bei dem diverse Flöten und Bass-Klarinetten zu einem eindrucksvollen Geflecht verwoben werden. Da zeigt sich der außergewöhnliche Stilwillen Ullmanns. „Er bereist als improvisierender Komponist und komponierender Improvisator mit Vehikeln der Tradition wie auch der Avantgarde wechselnde Welten von Rhythmus, Klang, Spieltechnik und Funktion und assimiliert sie für sein unverwechselbares Œuvre.“ (Jazz-Lexikon)

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