Daniel Humair: SWEET & SOUR

Lindenhof „da Paolo“, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Emile Parisien: Saxofon
Daniel Humair: Schlagzeug
Emmanuel Codjia: Gitarre
Jérôme Regard: Kontrabass

Seit vielen Jahrzehnten ist Daniel Humair ein Fixpunkt der europäischen Jazzwelt, und nicht nur das. Er ist fester Bestandteil der internationalen Jazzszene; die vielen Größen des Jazz, mit denen er zusammen gespielt hat, sind zwar noch zählbar, aber nicht aufzählbar. Neben seinem Instrument, dem Schlagzeug, für das er ein Lehrbuch verfasst hat, ist er auch ein genialer und bekannter Maler, dessen Bilder in so mancher Galerie und Gemäldesammlung vertreten sind.

Hier soll aber von dem Schlagzeuger Humair die Rede sein, dem es immer wieder gelungen ist, mit variablen, immer neuen Schlagzeugtechniken neue Häfen anzusteuern. Und mit seinem unglaublichen Gefühl für Talente hat er sich immer wieder mit jüngeren Musikern umgeben und sich in immer neuen Besetzungen neuen Herausforderungen gestellt und selbst neu definiert. Es gibt wohl kaum einen anderen Musiker, der über Jahrzehnte mit solcher Konstanz praktisch alle berühmten Jazzpreise Frankreichs, Italiens und der Schweiz errungen hat.

Und von dem Komponisten soll auch die Rede sein. Einer, der seine Kompositionen zunehmend mit seinen Mit-Spielern zusammen entwickelt.

Einen inspirierenden Gefährten hat er dabei in Vincent Peirani gefunden, der auch stets auf der Suche nach neuen Klängen ist. Er beherrscht sein Instrument – das Akkordeon – so perfekt, dass es mal klingt wie eine Orgel, mal wie ein Klavier, und dann wie ein Blasinstrument oder eine menschliche Stimme. Und genau so vielfältig ist der Stil Peiranis, der sich in keine Schublade stecken lassen will. Während er in Frankreich ein gefragter Musiker ist, ist er in Deutschland noch relativ unbekannt.

Genau so ist es mit Emile Parisien. Bei uns wenig bekannt, hat er es in Frankreich und Großbritannien bereits zu beachtlichen Erfolgen gebracht. Auch er hat eine ähnliche Arbeitsweise wie Humair und Peirani und beschreibt seine Musik als ein Puzzle aus Klangmaterie. Zwischen den Musikern wird viel diskutiert, um am Ende wie ein Schriftsteller mit einer Geschichte aufwarten zu können, die auf eigenen Füßen stehen kann – die eine echte Dramaturgie hat.

Zur vollen Wirkung verhilft der Formation Jérôme Regard, der Kontra- und auch Elektrobass spielt. Auch er ist bei uns noch nicht so bekannt, aber es spricht alles dafür, dass diese Tournee dieses neuen Quartetts ihm einen größeren Bekanntheitsgrad beschert.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 10, Tel.: 0531 / 16606
– Online über eventim
– Abendkasse
– und weitere …

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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 8 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Antenne Métropole
Braunschweigische Landessparkasse
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig